Finanz-Glossar: Begriffe kurz erklärt

Kein Fachchinesisch, keine Ausflüchte: die wichtigsten Begriffe rund um Geldanlage in je zwei, drei Sätzen – mit Links zu den passenden Ratgebern.

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A

Abgeltungsteuer

Pauschale Steuer auf Kapitalerträge: 25 % plus Solidaritätszuschlag, zusammen 26,375 %, gegebenenfalls plus Kirchensteuer. Die Bank führt sie automatisch ab – mit einem Freistellungsauftrag bleiben Erträge bis zum Sparer-Pauschbetrag steuerfrei.

Aktie

Ein Anteil an einem Unternehmen. Als Aktionär profitierst du von Kursgewinnen und Dividenden, trägst aber auch das Risiko, wenn es schlecht läuft. Breit gestreut kaufst du Aktien am einfachsten über einen ETF.

Anleihe

Ein Kredit, den du einem Staat oder Unternehmen gibst – gegen feste Zinsen und Rückzahlung am Laufzeitende. Anleihen schwanken weniger als Aktien, bringen dafür meist weniger Rendite.

Ausschüttend

Ein ausschüttender Fonds zahlt Dividenden und Zinsen regelmäßig auf dein Konto aus. Das Gegenteil ist thesaurierend.

B

Broker

Dein Zugang zur Börse: Der Broker führt dein Depot und leitet Kauf- und Verkaufsaufträge weiter. Welche Typen es gibt und worauf es ankommt, steht im Depot-Vergleich.

D

Depot

Das Konto für deine Wertpapiere – ohne Depot kein ETF-Kauf. Gute Depots sind heute kostenlos.

Diversifikation

Streuung: Geld auf viele Unternehmen, Branchen und Länder verteilen, damit ein einzelner Ausfall kaum ins Gewicht fällt. Ein Welt-ETF diversifiziert automatisch über mehr als 1.000 Unternehmen.

Dividende

Die Gewinnbeteiligung, die viele Unternehmen an ihre Aktionäre auszahlen. In ETFs werden Dividenden je nach Variante ausgeschüttet oder automatisch wieder angelegt.

E

Einlagensicherung

Gesetzlicher Schutz für Bankguthaben: Bis 100.000 € pro Bank und Person sind Tagesgeld, Festgeld und Girokonto-Guthaben auch bei einer Bankpleite abgesichert – EU-weit.

ETF

Exchange Traded Fund: ein börsengehandelter Fonds, der stur einen Index nachbildet – günstig, transparent und breit gestreut. Der komplette Einstieg: ETF für Einsteiger.

F

Festgeld

Geld für eine feste Laufzeit zu einem garantierten Zins anlegen – vorzeitig rankommen geht in der Regel nicht. Wann sich das lohnt: Festgeld-Vergleich.

Fondsvolumen

Das in einem Fonds angelegte Gesamtvermögen. Ab etwa 100 Mio. € gilt ein ETF als etabliert – sehr kleine Fonds werden eher geschlossen oder verschmolzen.

Freistellungsauftrag

Dein Auftrag an die Bank, den Sparer-Pauschbetrag zu berücksichtigen – sonst zieht sie ab dem ersten Euro Steuern ab. Anleitung: Freistellungsauftrag richtig stellen.

G

Girokonto

Dein Alltagskonto für Gehalt, Miete und Einkäufe. Gute Konten kosten 0 € Grundgebühr – fürs Sparen und Anlegen ist es aber der falsche Ort.

I

Index

Ein Marktbarometer, das die Entwicklung vieler Wertpapiere bündelt – etwa der DAX (40 deutsche Unternehmen) oder der MSCI World. ETFs bilden solche Indizes eins zu eins nach.

Inflation

Der schleichende Kaufkraftverlust des Geldes: Steigen die Preise um 2 % pro Jahr, kannst du dir mit demselben Betrag jedes Jahr weniger leisten. Deshalb reicht das Sparbuch langfristig nicht.

ISIN

Die internationale Kennnummer eines Wertpapiers (z. B. IE00B4L5Y983). Damit findest du einen ETF bei jedem Broker eindeutig – sicherer als die Suche nach dem Namen.

M

MSCI World

Der bekannteste Weltaktienindex: rund 1.400 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Für viele Einsteiger die Basis des ersten ETF-Sparplans.

N

Notgroschen

Deine eiserne Reserve für Notfälle: 3–6 Monatsausgaben, täglich verfügbar auf dem Tagesgeldkonto – bevor auch nur ein Euro an die Börse geht.

R

Rebalancing

Das Wiederherstellen der ursprünglichen Gewichtung im Depot, etwa einmal im Jahr – zum Beispiel wenn der Aktienanteil durch Kursgewinne größer geworden ist als geplant.

Rendite

Der Ertrag einer Geldanlage pro Jahr in Prozent – aus Kursgewinnen, Zinsen und Dividenden. Entscheidend ist die Rendite nach Kosten, Steuern und Inflation.

S

Sondervermögen

Fondsanteile werden getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft und des Brokers verwahrt. Geht einer von beiden pleite, gehören deine ETF-Anteile weiterhin dir.

Sparer-Pauschbetrag

Der steuerfreie Betrag für Kapitalerträge: 1.000 € pro Jahr, 2.000 € bei zusammen veranlagten Paaren. Damit die Bank ihn berücksichtigt, brauchst du einen Freistellungsauftrag.

Sparplan

Ein Dauerauftrag für die Börse: Jeden Monat wird automatisch ein fester Betrag investiert – bei vielen Brokern ab 1 €. Anleitung: ETF-Sparplan in 5 Schritten.

T

Tagesgeld

Ein verzinstes Konto ohne Laufzeit: täglich verfügbar, von der Einlagensicherung geschützt – der richtige Ort für den Notgroschen.

TER

Total Expense Ratio, die Gesamtkostenquote eines Fonds pro Jahr. Bei Welt-ETFs sind 0,1–0,3 % üblich – je niedriger, desto mehr Rendite bleibt bei dir.

Thesaurierend

Ein thesaurierender Fonds legt Dividenden und Zinsen automatisch wieder an, statt sie auszuzahlen – praktisch für den langfristigen Vermögensaufbau, weil der Zinseszins ungebremst arbeitet.

V

Verrechnungskonto

Das Geldkonto zu deinem Depot: Darüber laufen Käufe, Verkäufe und Ausschüttungen. Größere Beträge parkst du besser auf dem Tagesgeld – Verrechnungskonten sind oft unverzinst.

Volatilität

Die Schwankungsbreite eines Kurses. Hohe Volatilität heißt: kräftige Ausschläge nach oben wie unten. Aktien-ETFs schwanken stärker als Tagesgeld – dafür ist die langfristige Renditechance höher.

Vorabpauschale

Eine kleine jährliche Steuer auf thesaurierende Fonds, damit der Fiskus nicht bis zum Verkauf warten muss. Mit Freistellungsauftrag wird sie meist komplett vom Pauschbetrag gedeckt.

Z

Zinseszins

Zinsen auf bereits erhaltene Zinsen – der stärkste Hebel beim langfristigen Sparen. Wie groß der Effekt über Jahrzehnte wird, zeigt dir der Zinseszinsrechner.

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