Festgeld-Vergleich: Feste Zinsen für Geld mit festem Termin

Festgeld ist das richtige Konto für Geld, das du zu einem bestimmten Zeitpunkt sicher brauchst – die Anzahlung fürs Auto, die Küche in drei Jahren. Fester Zins, feste Laufzeit, null Überraschungen.

Stand: August 2026 · Zinssätze ändern sich laufend – vergleiche vor Abschluss die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.

Das Wichtigste in Kürze

Wann Festgeld sinnvoll ist – und wann nicht

Dein Geld ist …Dann passt …Warum
Notfallpuffer, jederzeit nötigTagesgeldTäglich verfügbar – Sicherheit vor Rendite.
Für ein Ziel in 1–5 Jahren fest eingeplantFestgeldGarantierter Zins bis zum Termin, keine Kursschwankungen.
Langfristig frei (10+ Jahre)ETF-SparplanHöhere Renditechancen – Schwankungen kannst du aussitzen.

Kurz gesagt: Festgeld ist die Brücke zwischen Notgroschen und Börse. Es macht aus geplanten Ausgaben kalkulierbare Zinsen – mehr nicht, aber auch nicht weniger.

Festgeld-Rechner

%
Jahre

Endbetrag: · davon Zinsen:

Gerechnet mit jährlicher Zinsgutschrift und Wiederanlage (Zinseszins), vor Steuern. Denk an deinen Freistellungsauftrag – sonst gehen von den Zinsen automatisch rund 26,4 % ab.

Worauf du beim Festgeld-Vergleich achtest

KriteriumDarauf achten
EinlagensicherungGesetzlich 100.000 € pro Bank und Person. Bei Auslandsbanken zählt die Sicherung des Sitzlandes – auf wirtschaftlich stabile Länder setzen.
LaufzeitNur so lange binden, wie du das Geld sicher nicht brauchst. Längere Laufzeit heißt nicht automatisch mehr Zins.
Automatische VerlängerungViele Angebote verlängern sich ohne Kündigung – oft zu deutlich schlechterem Zins. Kündigungsfrist notieren!
ZinsgutschriftJährliche Gutschrift mit Zinseszins ist besser als eine Auszahlung erst am Ende ohne Wiederanlage.
Mindest-/HöchstanlageViele Banken verlangen mindestens 1.000–5.000 € und deckeln nach oben.
KostenEin Festgeldkonto muss komplett kostenlos sein.

Wo du Festgeld abschließt

WegBeispieleStärkenSchwächen
Deutsche Direktbank ING, Consorsbank, comdirect Deutsche Einlagensicherung, alles bei einer Bank, automatische Steuerabführung Zinsen oft etwas unter den Spitzenangeboten
Zinsplattform Raisin (Weltsparen), Zinsvergleichs-Portale Zugang zu Top-Zinsen europäischer Banken über ein einziges Konto Sicherung je nach Sitzland der Partnerbank; Steuern teils selbst erklären
Filialbank Sparkassen, Volksbanken Beratung vor Ort Meist deutlich niedrigere Zinsen

Die Festgeld-Treppe: flexibel trotz Bindung

Statt 15.000 € für drei Jahre festzulegen, teilst du den Betrag auf drei Konten auf: 5.000 € für 1 Jahr, 5.000 € für 2 Jahre, 5.000 € für 3 Jahre. Ab dann wird jedes Jahr eine Tranche frei – du kommst regelmäßig an Geld, kannst zum dann aktuellen Zins neu anlegen und bist nicht auf einen einzigen Zinssatz festgenagelt. Das glättet das Risiko, im falschen Moment zu niedrigen Zinsen abgeschlossen zu haben.

Festgeld und Steuern

Zinsen sind Kapitalerträge: Ohne Freistellungsauftrag behält eine deutsche Bank automatisch rund 26,4 % ein – bis 1.000 € pro Jahr wäre das vermeidbar. Bei ausländischen Banken über Zinsplattformen wird oft keine deutsche Steuer einbehalten; die Zinsen gehören dann in die Anlage KAP deiner Steuererklärung.

Häufige Fragen

Komme ich im Notfall vorzeitig an mein Festgeld?

In der Regel nicht – die Laufzeit ist bindend, manche Banken erlauben eine vorzeitige Auflösung nur gegen Zinsverlust. Genau deshalb gehört der Notgroschen aufs Tagesgeld, nicht ins Festgeld.

Was passiert am Ende der Laufzeit?

Entweder wird das Geld samt Zinsen ausgezahlt – oder der Vertrag verlängert sich automatisch, oft zu schlechteren Konditionen. Trag dir das Laufzeitende in den Kalender ein und kündige rechtzeitig, wenn du das Geld anders anlegen willst.

Sind ausländische Banken mit Top-Zinsen sicher?

EU-weit gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank und Person. Im Ernstfall hängt die Abwicklung aber am Sicherungssystem des Sitzlandes – deshalb lieber auf wirtschaftlich stabile Länder setzen und größere Summen verteilen.

Erst der Puffer, dann die Bindung

Bevor du Geld festlegst: Steht dein Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto?

Zum Tagesgeld-Ratgeber