Girokonto-Vergleich: Wo dein Konto wirklich nichts kostet
Viele zahlen für ihr Girokonto 5–15 € im Monat – völlig unnötig. Gute kostenlose Konten gibt es weiterhin. Worauf du beim Vergleich achtest und wie der Wechsel stressfrei klappt.
Stand: August 2026 · Konditionen ändern sich – prüfe sie vor der Eröffnung immer direkt beim Anbieter.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein gutes Girokonto kostet 0 € Grundgebühr – oft an Bedingungen wie einen monatlichen Geldeingang geknüpft.
- Achte aufs Kleingedruckte: Kartengebühren, Bargeldabhebungen und beleghafte Buchungen sind die häufigsten versteckten Kosten.
- Eine Girocard ist im Alltag wichtig – reine Debitkarten (Visa/Mastercard Debit) werden nicht überall akzeptiert.
- Der gesetzliche Kontowechselservice überträgt Lastschriften und Daueraufträge – die Banken müssen dabei helfen.
- Guthaben ist über die Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank und Person geschützt.
Worauf du beim Girokonto-Vergleich achtest
| Kriterium | Darauf achten |
|---|---|
| Kontoführung | 0 € – bedingungslos oder mit realistischem Mindestgeldeingang (z. B. Gehalt) |
| Karten | Kostenlose Girocard oder Debitkarte; brauchst du zusätzlich eine „echte“ Kreditkarte? |
| Bargeld | Gebührenfrei abheben – wie oft, an welchen Automaten, auch im Ausland? |
| Dispozins | Möglichst niedrig – besser: den Dispo gar nicht nutzen |
| App & Banking | Moderne App, Echtzeitüberweisung, Apple/Google Pay |
| Versteckte Kosten | Papierüberweisungen, Kontoauszüge per Post, Fremdwährungsgebühren |
Die Konto-Typen im Vergleich
| Typ | Beispiele | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|---|
| Direktbank | ING, DKB, comdirect, Consorsbank | Kostenlos (meist mit Geldeingang), volle Bankleistung, oft Depot inklusive | Keine Filialen, Bargeld einzahlen umständlich |
| Neobank | N26, Revolut, bunq | Schnelle Eröffnung, starke App, gut auf Reisen | Teils keine Girocard, Support nur digital |
| Filialbank | Sparkassen, Volksbanken, Commerzbank | Filialen und Automaten vor Ort, persönliche Beratung | Meist 5–15 € Monatsgebühr, Zusatzkosten für Karten |
Zur Kontowahl gehört auch die Karte: Welcher Typ zu dir passt, steht im Kreditkarten-Vergleich.
Für die meisten ist eine Direktbank der beste Kompromiss: kostenlos, vollwertig und mit großem Automatennetz über Visa/Mastercard. Wer regelmäßig Bargeld einzahlt, braucht eine Bank mit eigenen Automaten oder Einzahl-Partnern im Einzelhandel.
Kontowechsel: einfacher als gedacht
Seit 2016 gibt es den gesetzlichen Kontowechselservice: Deine neue Bank muss gemeinsam mit der alten alle Daueraufträge, Lastschriften und Gehaltszahlungen umziehen. So gehst du vor:
- Neues Konto eröffnen und den Kontowechselservice in der App oder im Online-Banking starten.
- Altes Konto noch 2–3 Monate parallel laufen lassen, bis alle Buchungen umgestellt sind.
- Altes Konto kündigen – die Kündigung ist kostenlos und jederzeit möglich.
Häufige Fragen
Sind reine Online-Konten sicher?
Ja: Direktbanken und Neobanken mit deutscher oder EU-Lizenz unterliegen derselben Aufsicht und derselben Einlagensicherung bis 100.000 € wie Filialbanken. Der Unterschied liegt im Service, nicht in der Sicherheit.
Was passiert beim Kontowechsel mit Daueraufträgen und Lastschriften?
Der gesetzliche Kontowechselservice verpflichtet alte und neue Bank, alle regelmäßigen Buchungen gemeinsam umzuziehen. Lass das alte Konto trotzdem zwei bis drei Monate parallel laufen, bis alles umgestellt ist.
Reicht eine Debitkarte – oder brauche ich eine Girocard?
Im deutschen Einzelhandel, bei Ämtern und in manchen Arztpraxen wird teils nur die Girocard akzeptiert. Wer viel bar und regional unterwegs ist, sollte auf ein Konto mit Girocard achten; für Online und Ausland reicht die Debitkarte.
Leg die gesparten Gebühren doch direkt in einen ETF-Sparplan an.