Brutto-Netto-Rechner 2026: Was vom Gehalt übrig bleibt

Zwischen dem, was im Arbeitsvertrag steht, und dem, was auf dem Konto landet, liegen rund 35 bis 45 Prozent. Hier siehst du, wohin sie gehen.

Stand: August 2026 · Steuertarif nach § 32a EStG in der ab 2026 geltenden Fassung, Sozialversicherungswerte 2026.

Brutto-Netto-Rechner 2026

%

Netto: · Steuern: · Sozialabgaben:

Netto Steuern Sozialabgaben

Näherungsrechnung für sozialversicherungspflichtig Angestellte, ohne Kinderfreibeträge, geldwerte Vorteile oder individuelle Freibeträge. Der Solidaritätszuschlag entfällt hier, weil er erst weit oberhalb der Freigrenze anfällt. Steuerklasse V und VI folgen einer eigenen Formel und sind nicht abgebildet – für verbindliche Werte gilt die amtliche Lohnsteuertabelle.

Wohin dein Brutto verschwindet

Vom Bruttogehalt gehen zwei Blöcke ab. Die Sozialabgaben sind der berechenbare Teil: feste Prozentsätze, gedeckelt durch die Beitragsbemessungsgrenzen. Die Lohnsteuer ist der variable Teil – sie steigt progressiv, also überproportional mit dem Einkommen.

AbgabeDein Anteil 2026Bemessungsgrenze
Rentenversicherung9,3 %101.400 € im Jahr
Arbeitslosenversicherung1,3 %101.400 € im Jahr
Krankenversicherung7,3 % + halber Zusatzbeitrag69.750 € im Jahr
Pflegeversicherung1,8 % (kinderlos ab 23: 2,4 %)69.750 € im Jahr
Lohnsteuer0 bis 45 % (progressiv)keine

Die Deckelung erklärt einen oft missverstandenen Effekt: Oberhalb der Bemessungsgrenzen steigen die Sozialabgaben nicht weiter. Wer mehr verdient, zahlt zwar absolut mehr Steuern, aber prozentual sinkt die Sozialabgabenlast.

Grenzsteuersatz und Durchschnittssteuersatz

Der viel zitierte „Spitzensteuersatz" von 42 % gilt nicht für dein gesamtes Einkommen, sondern nur für jeden Euro oberhalb von 69.878 €. Dein tatsächlicher Durchschnittssteuersatz liegt deutlich niedriger, weil die ersten 12.348 € steuerfrei bleiben und der Tarif erst langsam ansteigt.

Praktisch heißt das: Eine Gehaltserhöhung wird nie „von der Steuer aufgefressen". Es bleibt immer der größere Teil bei dir – nur eben nicht alles.

Was du mit dem Netto machst, zählt mehr als das Brutto

An der Abgabenlast lässt sich wenig drehen. Der Hebel liegt danach: Was vom Netto übrig bleibt, entscheidet über deinen Vermögensaufbau. Zwei Schritte, die sich lohnen:

Häufige Fragen

Warum weicht mein Ergebnis von der Gehaltsabrechnung ab?

Weil dieser Rechner mit Pauschbeträgen arbeitet und individuelle Merkmale nicht kennt: Kinderfreibeträge, geldwerte Vorteile wie Dienstwagen, betriebliche Altersvorsorge, eingetragene Lohnsteuerfreibeträge oder ein abweichender Zusatzbeitrag deiner Kasse. Rechne mit einer Abweichung von einigen Euro pro Monat – für die Größenordnung reicht es, für die Lohnbuchhaltung nicht.

Lohnt sich der Wechsel der Steuerklasse?

Für Paare kann die Kombination III/V mehr monatliches Netto bringen als IV/IV – aber nur als Vorauszahlung. Die endgültige Steuer entscheidet sich in der Steuererklärung, und dort wird zu wenig gezahlte Steuer nachgefordert. Über das Jahr gerechnet ändert die Steuerklasse nichts an der Gesamtbelastung, nur an deren Verteilung.

Warum zahle ich als Kinderloser mehr Pflegeversicherung?

Kinderlose ab 23 Jahren zahlen einen Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten. Umgekehrt sinkt der Beitrag mit mehreren Kindern gestaffelt – der Gesetzgeber will damit berücksichtigen, dass Eltern über ihre Kinder zur künftigen Finanzierung des Systems beitragen.

Netto steht – was jetzt?

Der Fahrplan für die ersten Euro, die übrig bleiben.

Die ersten 10.000 €